Website-Performance: Wieso ist die Optimierung der Ladezeit wichtig?

Performance – der Booster für Websites

Schon bald ist das Jahr 2021 auch wieder vorbei und aktuell sieht es wirklich nicht so aus, als ob der Digitaltrend abreißen würde. Da wäre es doch schön, 2022 mit einer modernen und vor allem funktionierenden Website zu starten – entweder aufgefrischt, rundum erneuert oder vielleicht auch frisch vom XD- oder Figma-Board.

Aber was heißt funktionierende Website denn genau?

Funktionierend in punkto Kundenansprache (Content/Design)? Oder Nutzerfreundlichkeit (UX/UI?)? Oder Auffindbarkeit (SEO)? Oder Ladezeit (Performance)?
Grundsätzlich ist es wichtig ALLE Einflussfaktoren zu kennen, die über den Erfolg einer Website oder eines Shops entscheiden und damit auch über den Erfolg des Unternehmens. An dieser Stelle wollen wir uns aber speziell auf das Thema Performance konzentrieren.

Was bedeutet Performance eigentlich?

Unter dem Überbegriff der Performance versteht man zunächst die Ladezeit einer Internetseite, die sich im Weiteren in der Websitegeschwindigkeit (gesamte Website) und der Seitengeschwindigkeit (einzelne Seiten) unterscheidet. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Ladezeit der einzelnen Seite ist insbesondere für die Startseite (Homepage) sowie Landingpage (konkrete Zielseiten z.B. für Kampagnen) entscheidend. Faktoren, welche die Performance (Ladezeit) beeinflussen, können sein:

  • Medien (Bilder, Videos)
  • CSS-Styles (d.h. die Designvorgaben der Website zu Schrift, Farben usw.)
  • JavaScript (z.B. bei Animationen oder anderen interaktiven Inhalten)
  • Einbettung externer Inhalte (z.B. Karten, Videos...)
  • Komplexität und Struktur der Website

  • Server-Antwortzeit
  • Weiterleitungen
  • Zusätzliche Funktionen (z.B. Shop, Konfiguratoren…)
  • usw.

Performance als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor

Früher hieß es „you never get a second chance to make a first impression”. Heute müsste es heißen “you never get more than 2 seconds to make a first online impression”. Länger hält sich der allgemeine Website Besucher nicht mehr damit auf, um eine Entscheidung für oder gegen eine Fortsetzung der Informationsaufnahme zu treffen. Bedeutet: Konzept, Design und Content sollten so gut sein, dass der Besucher interessiert auf der Seite verbleibt (und im besten Fall wertvolle Informationen hinterlässt, z.B. Adresse, E-Mail, Vorlieben) und sich sofort näher mit dem Angebot beschäftigt (und im besten Fall einen Auftrag platziert oder Umsatz generiert wird über den Online-Shop). Vor allem durch die zunehmende mobile Online-Nutzung ist eine schnelle Antwort- und Reaktionszeit einer Website immer wichtiger geworden.

Performance als Einflussgröße für erfolgreiche Suchmaschinen­optimierung (SEO)

Suchmaschinen wie Google orientieren sich algorithmisch an den Nutzertrends. Da Performance hier ein wichtiger Faktor ist, beeinflusst diese auch das Ranking einer Seite in den Suchergebnissen. Mit den Core Web Vitals hat die Suchmaschine Google im Juni 2021 einheitliche Messgrößen eingeführt, auf die sich zwischenzeitlich nahezu alle Performance-Tools beziehen. Diese sind:

Bildquelle: Google (https://web.dev/vitals/)

Sie möchten tiefer einsteigen?

Wir bieten zum Thema Website-Performance auch gern Workshops für Sie und Ihr Team an!

Weitere relevante Messgrößen in der Analyse von Website-Performance sind zudem:

FCP: First Contentful Paint

Der Zeitpunkt, an dem im Browser das erste Element gezeigt wird

TTI: Time to Interactive

Die Seite ist fertig geladen und der Nutzer kann vollumfänglich mit ihr interagieren (z.B. Button anklicken, Suche benutzen…)

TBT: Total Blocking Time

Die TBT ist die Gesamtzeit, in welcher der Browser durch lang dauernde JavaScript-Tasks (länger als 50ms) blockiert ist. Je höher die TBT ist, desto negativer wirkt sich das auf Gesamtleistung aus.

Weitere Informationen finden sich unter https://web.dev/vitals/

Performance ist nicht alles.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist die schnelle Ladezeit nicht das einzige Kriterium für eine erfolgreiche Website. Und auch nicht in allen Fällen das wichtigste, denn hier steht nach wie vor eine – oft sehr individuelle – Ansprache Ihrer Zielgruppe (die Sie als Unternehmen am besten kennen) an erster Stelle. Schließlich geht es darum, die Nutzer und damit Interessenten und Kunden für die Produkte bzw. Leistungen zu begeistern und nicht primär darum, den Geschwindigkeitsrekord für die eigene Website aufzustellen. Es gilt also, sich nicht vom Thema Ladezeit verrückt machen zu lassen, sondern sich ganz genau Gedanken zu machen welche Kriterien für Ihre Zielgruppe essenziell sind. Beispielsweise setzen bekannte Marken wie Apple oder BMW analog ihrem Image eher auf ein außergewöhnliches Design und Nutzererlebnis (mit vielen Bewegtbildelementen) und verzichten im Gegenzug auf eine extrem schnelle Ladezeit.

Machen Sie den Quick-Check: Unser Performance-Paket für WordPress-Websites

Wenn sie wissen möchten, wo Sie selbst mit Ihrer WordPress-Website stehen, bieten wir Ihnen unser Performance-Paket. Wir testen Ihre Seite mit einem der gängigen Performance-Tools und analysieren dann gemeinsam mit Ihnen die sinnvollste Lösung. Sofern die Seite noch nicht zu veraltet ist, kann eine Basis-Optimierung (inkl. Bildkomprimierung, Aktivierung von Website-Caching, Bereinigungen der Datenbank etc.) bereits zu einer deutlichen Verbesserung der Ladezeiten beitragen.

Bei der Konzeption und Entwicklung einer neuen WordPress-Website berücksichtigen wir die aktuellen Performance-Aspekte und sorgen über unsere Maintenance-Pakete dafür, dass die Seite technisch auf dem neuesten Stand bleibt.

Diesen Beitrag teilen